Über leere Badewannenränder, Enten und das Duschen

Badewanne mit vielen Duschmitteln - und als Vergleich ohne
Vorher – Nacher

Im vorletzten Jahre habe ich in meinem Haus ziemlich viel entrümpelt und geräumt. Der Anstoß kam durch das Buch „Magic Cleaning“ von Marie Kondo. (Hier habe ich darüber berichtet, wie ich mich leichten Herzens von meinen Büchern trennen konnte.) Auch mein Kleiderschrank ist inzwischen aufgeräumt. Er ist so übersichtlich, dass ich keine Winter- oder Sommersachen mehr wegräumen muss, sondern alles in den Schrank passt. Dennoch: Immer mal wieder nehme ich mir das Buch erneut zur Hand und lese darin. Und entdecke doch wieder Neues.

Badezimmer

Duschmittel und Shampoo auf dem Badewannenrand
Chaos im Badezimmer

So fiel mein Blick vor kurzem auf die Ansammlung neben meiner Badewanne. Ich habe das Glück, dass rund um meine Badewanne ein komfortabler Abstellplatz für Duschmittel, Shampoo etc. vorhanden ist. Und wie das so ist – wo man ein Teil deponiert, vermehrt es sich und bringt seine Brüder mit. So war es dann auch in meinem Bad. Immer mehr Duschmittel, Spülungen, Shampoos, Kuren etc. sammelten sich fröhlich beieinander. Sei es, dass ich etwas geschenkt bekam, sei es, dass ich ein neues Produkt testen wollte … es wurden immer mehr.

Nun hat das Badezimmer die Angewohnheit, dass es dort öfter einmal feucht ist. Ein paar mal nach dem Duschen mit dem Handtuch gewedelt und schon senken sich Staub, Flusen etc. auf die beschlagenen Flaschen hernieder und kleben dann fest. Das hieß dann für mich: beim Reinigen der Badewanne musste ich nicht nur die Flaschen allesamt abräumen, um zu wischen. Nein, die Tiegel und Behälter mussten auch abgewischt werden, weil sie verstaubt waren. Im Anschluss wurden sie wieder alle schön nebeneinander aufgereiht. Bis zur nächsten Reinigungsaktion.

Konmari* auf dem Wannenrand

Badewanne mit drei Enten
Angenehme Leere

Das hat jetzt ein Ende. Alle (!) Flaschen stehen nun in meinem Badezimmerschrank. Auf dem Wannenrand räkeln sich nur noch gemütlich meine drei Badeenten. Bevor ich dusche, wähle ich bewusst aus dem Schrank aus, welches Duschmittel und welches Shampoo ich heute verwenden möchte, ob ich eine Kur in das Haar machen will oder nicht, und nehme dann das, was ich benötige, mit unter die Dusche.
Nach dem Duschen wische ich die Flaschen liebevoll trocken, bedanke mich bei ihnen und stelle sie zurück in den Schrank.

Und: Das gefällt mir! Ich blicke auf den Rand der Badewanne, der sich nun mühelos pflegen lässt. Zugegeben: die ersten zwei/drei mal stand ich nass unter der Dusche – und griff in’s Leere. Denn ich hatte vergessen, die Duschmittel und Shampoo vorher aus dem Schrank zu nehmen. Inzwischen ist aber auch das Geschichte – und ich wähle mit Liebe und bewusst aus, was ich mit zum Duschen nehme. Mit einem netten Dankeschön verschwinden sie anschließend bis zum nächsten Duschen im Schrank – und die Enten schwimmen glücklich auf dem leeren weißen Wannenrand.

*Konmari nennt Marie Kondo ihre Art des Ordnunghaltens. Nachzulesen im Buch „Magic Cleaning“

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