7. Woche meiner Challenge – kein Fernsehen

Diese Woche kein TV
Diese Woche kein TV

Ich gebe zu: je länger ich meine Challenge mache, um so mehr Spaß macht sie mir. Jeder Tag ist eine Herausforderung und jeder Tag ein Erfolg. Und inzwischen werde ich in der Familie und auf der Arbeit auch nicht mehr gefragt „Wieso machst du das?“ sondern „Was darfst du denn diese Woche nicht?“ 🙂

Diese Woche steht also Fernseherverzicht auf dem Plan. Tagsüber überhaupt kein Problem. Nur abends dürfte es schwierig werden.

Peng-Peng

Am ersten Abend bleibe ich mit Laptop in der Küche, während mein Mann im Wohnzimmer freudestrahlend einen Schießfilm anschaut. Ich höre nur „Peng. Peng. Knall. Aaaah“, und bin froh, dass ich da nicht mitkucken muss. Ich kümmere mich statt dessen um Twitter und Facebook. Nach einer Woche Abstinenz gibt es in bisschen was nachzulesen bzw. – wie ich letzte Woche ja erwähnte – werde ich mich von einigen Seiten und Menschen trennen. Aufräumen ist angesagt.

Am zweiten Abend hätte ich erstaunlicherweise das Wohnzimmer für mich, weil Schatz oben an seiner XBox spielt (auch hier höre ich „Ratter. Ratter. Peng. Peng“). Aber: Ich schnappe mir mein Handy und die neuen Walkingstöcke und gehe allein eine Runde durch den Wald. Ich wage eine neue, unbekannte Strecke und als es langsam anfängt dämmrig zu werden, wird es mir doch etwas mulmig. Der gesunde Menschenverstand in mir beruhigt mich aber mit dem Satz: „Geh einfach weiterhin den Weg bergab, irgendwann muss der Weg ja aus dem Wald herausführen“.
Und siehe da: Ich komme keine 200 m von meinem Haus entfernt aus dem Wald heraus 🙂
Mein Mann, der zuhause über runtastic meinen Weg verfolgt hat, erwartet mich schon bei geöffneter Haustür und erklärt mir, er habe sich Sorgen gemacht, wo ich denn da herumlaufe und er hätte schon den Roller fertig gemacht, um mich irgendwo aus dem Wald zu erretten. Wie süß 🙂
Da ich mir anscheinend heute morgen beim Warten am Bahnhof eine leichte Erkältung eingefangen habe, gehe ich nach der Dusche frühzeitig schlafen.

Schlaf

Der Mittwoch erwischt mich kalt. Nach zwei nervlich anstrengenden Tagen auf der Arbeit sehnt sich mein Körper nach dem Abendessen nur noch nach Couch und Fernsehen. Aber das geht ja leider nicht. Ich lege mir ein Hörbuch in die Stereoanlage und mümmel mich auf die Couch. Prompt schlafe ich von 20 bis 21 Uhr tief und fest. Als ich dann wach werde (und zum Glück nicht den TV anmachen kann), beschließe ich, ins Bett zu gehen. „Jetzt schon?“ meint mein Mann nur – und ich schlafe tatsächlich dennoch auf der Stelle ein. Der Stress und die Erkältung fordern ihren Tribut – und ich bin Donnerstagmorgen froh, ihnen nachgegeben mich nicht krankhaft durch Fernsehkucken wach gehalten zu haben.

Außer Haus

Heute bin ich mit meiner besten Freundin und ihrer Tochter (meinem Patenkind) verabredet. Wir gehen nach der Arbeit zusammen Eis essen, trainieren alle Hulahoop im Garten und essen gemütlich Abendbrot. Dann ziehen mich die Kinder vor den TV (aaaah), aber es ist zum Glück nur die Wii. Ich spiele mit ihnen10 Minuten virtuelles Hulahoop und nachdem die Kinder endlich im Bett sind, bleibt uns beiden noch eine Stunde gemütliches Gequatsche, bevor ich mich auf den Weg nach Hause mache und müde ins Bett falle. Das war ein leichtes Spiel.

Freitag

Leichte Panik überfällt mich, weil ich kein Alternativprogramm für heute abend habe. Es fehlt mir abends an Energie für irgendwelche Aufräumaktionen. Auch kann ich nicht jede Sorte Bücher lesen, für manche reicht die Hirnenergie nicht mehr. Ich lasse mich um kurz vor 8 gemütlich mit dem Handy auf der Couch nieder – bis um 20 nach 8 mein Mann hineinstürmt und den TV anmacht. Das ist das Ärgerliche an diesem Experiment: ich verlasse das Wohnzimmer und sitze auf dem ungemütlichen Küchenstuhl. Bis mir um halb 10 die Kehrseite weh tut und ich ins Bett gehe. Ich stelle fest, dass es außer vor dem TV-Gerät in diesem Haus keine „Kuschelecke“ gibt. Es wird Zeit, dass ich ein eigenes Zimmer bekomme (es ist im Werden) so dass gemütlich Rumhängen nicht zwangsläufig zum Fernsehen führt.

Wochenende

Der Vormittag und der Mittag sind damit ausgefüllt, dass ich zusammen mit einer Freundin ihr einen Blog einrichte. Als ich danach ins Wohnzimmer will (um Hulahoop zu üben) ist dieses durch den fußballkuckenden Sohn belegt. Mist *grml*. Hänge wieder auf dem Küchenstühl rum mangels eines bequemen Lesesessels. Abends gibts dann Diskussionen mit meinem Mann, der gerne TV schauen will, aber nicht möchte, dass ich aus dem Raum gehe. Beides geht aber nicht. Also lässt er den TV aus, allerdings nicht ohne vorher den Recorder zu programmieren. Ich streiche (schon wieder) um halb 10 die Segel, weil ich einfach hundemüde bin. Ist schon eigenartig: anscheinend merke ich vor dem TV nicht so sehr, wie müde ich eigentlich bin. Nehme mir vor, demnächst auch vor dem TV mehr in mich hineinzuhorchen und die Bettgehzeit nicht so viel vom Fernseher bestimmen zu lassen.
Heute ist der letzte Tag und ich werde gleich mal planen, was ich heute abend machen werde. Was mich schmunzeln lässt: ab morgen dürfte ich wieder schauen, aber das hat sich soeben erledigt, weil mein Sohn „Fußball“-Bedarf angemeldet hat. Der TV wird also morgen Abend belegt sein. Naja, ich bin es jetzt ja gewohnt 🙂

Fazit

Ich stelle fest: es geht beim Fernsehen gar nicht um Fernsehen sondern um Entspannung, Abschalten. Das ist glaube ich nicht im Sinne des Erfinders. Und ich merke, es hat sich so eingeschlichen, dass ich (wenn ich nicht unterwegs bin) abends vor dem TV abschalte. Hier ist jetzt meine Initiative und Phantasie gefragt um sinnvolle und machbare Alternativen zu entwickeln.
Außerdem: Gemütlich Sitzen kann man bei uns nur vor dem TV. Das muss ich ändern. Da ich sowieso (nach Auszug meiner Tochter) gerade mein zukünftiges eigenes Zimmer renoviere, werde ich drauf achten, einen entsprechend kuscheligen Sessel dort unterzubringen.

Ausblick

Die kommende Woche steht unter dem Motto „Kein Smartphone“. Ich werde beim Handy nur die Telefonfunktion nutzen. Aber auch hier bekomme ich schon die ersten Tipps: „SMS geht ja wohl, oder?“ Das muss ich mir bis morgen früh noch überlegen, zumal ich zwei Tage die Woche (inkl. Übernachtung) dienstlich unterwegs bin. Und Whatsapp, Mail und co sind normalerweise eine schöne Sache, um mit den Liebsten zuhause in Kontakt zu bleiben.

Und das ist meine 12-Wochen-Challenge:

Woche 1: kein Fleisch und keine Wurst √
Woche 2: Kein Kaffee √
Woche 3: Kein Twitter √
Woche 4: Kein Alkohol √
Woche 5: Keine Süßgigkeiten √
Woche 6: Kein Twitter und kein Facebook √
Woche 7: Kein Fernehen √

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