4. Woche meiner Challenge – kein Alkohol

alkoholfreie Getränke
Die alkoholfreien Alternativen

Was am Anfang wie die einfachste Woche aussieht, stellte sich dann doch als nicht so einfach heraus. Ich stelle fest, dass Alkohol ein „Lust“-Getränk ist. Ich sitze auf der Couch und denke: „Ach, so ein Ramazotti wäre jetzt nicht schlecht. Aber – halt! – geht ja nicht.“ Oder bei so schönem Sommerwetter, wenn man abends draußen im Lauschigen sitzt, kommt so ein Gläschen Wein oder ein Weizenbier recht gelegen.

Gut, es gibt inzwischen viele Alternativen: Faßbrause, alkoholfreies Bier, alkoholfreies Radler und dann die Klassiker wie Cola, Sprudel, Tee. Aber irgendwie ist es nicht das gleiche. Es geht einfach darum, dass ich Lust auf etwas habe, was da ist, was ich aber dann nicht trinken darf. Vielleicht habe ich auch deshalb so Bock darauf, weil ich es „nicht darf“? Ich weiß es nicht.

Dann kommt der Freitag. Ein ziemlich übler Tag. Heftiger Streit mit meinem Mann (was recht selten vorkommt) und prompt ist da der Gedanke „ich brauch jetzt was zu trinken“. Was völliger Quatsch ist, weil ich es nicht wirklich brauche. Es erschreckt mich nur, dass ich solche Gedanken habe. Dazu kommt es dann noch dicker: Der Nachbar feiert Geburtstag und lädt uns „auf ein Bier“ ein. Draußen im Garten, direkt neben unserem. Ich muss erklärend dazu sagen, dass das nette Nachbarehepaar sehr trinkfest ist. Ein 5Liter-Fässchen schaffen die zwei schon mal an einem Abend alleine. Ich käme mir total doof vor, wenn ich mitfeiern würde und erklären müsste, wieso ich nichts trinken will. Das würde nur Unverständnis und Gelächter hervorrufen. Nachdem wir zwei (schweigend!) zu Abend gegessen haben, ist die Stimmung im Nachbargarten schon sooo lustig, dass ich es erst recht nicht fertig bringe, rüber zu gehen. Habe weder Lust auf Erklärungen noch auf Lachen, denn die Stimmung in unserem Haus ist im Keller. Draußen auf der Terrasse sitzen geht auch nicht, sonst werden wir rübergerufen. Also hängen wir vor der Glotze ab. Er mit Bier und ich mit Faßbrause. Der Tiefpunkt meiner Woche.

Samstagnachmittag haben wir zum Grillen eingeladen. Tochter (frisch ausgezogen) mit Partner sowie mein Sohn, der zur Zeit bei seinem Cousin Ferien macht und deshalb dann auch gleich drei Freunde mitbringt. Komischerweise fällt es mir diesesmal gar nicht schwer. Ich genieße Faßbrause und alkoholfreies Weißbier während – bis auf den Fahrer der Truppe – alle ein Glas Weizenbier trinken. Ich bin beruhigt: es ist überhaupt kein Problem für mich. (Hinweis für die Kritiker unter Euch: alle sind über 16).

Heute ist der letzte Tag und ich gebe zu: so ein Gläschen Lambrusco, um die bestandene Woche zu „feiern“, huscht mir durch den Kopf. Finger weg!

Diese Woche hat mich nachdenklich gemacht. Ist Alkohol schon was selbstverständliches in unserem Leben? Gehört er einfach dazu? Bei Feiern, bei lauen Sommerabenden, evtl. sogar bei Frust? Ich nehme mir vor, mich diesbezüglich etwas mehr zu beobachten. Kann ja nicht schaden 🙂

Und das kommt nächste Woche

Ab morgen sollte die Facebook-freie Woche beginnen. Ich beschließe, die Woche 7 (keine Süßigkeiten) vorzuziehen. Der Grund: nächstes Wochenende bin ich auf der German Hulahoop-Convention. Und – wie so oft – die Kommunikation dazu läuft über Facebook. Habe Bedenken, dass ich was verpasse bzw. evtl. habe ich noch Fragen, die zu klären sind. Werde also FB-Fasten auf die übernächste Woche verschieben und nächste Woche keine Süßigkeiten essen. Muss noch für mich festlegen, was darunter fällt (Kuchen, Müsliriegel, Marmelade?) Das mache ich morgen früh.

 

Und das ist meine 12-Wochen-Challenge:

Woche 1: kein Fleisch und keine Wurst √
Woche 2: Kein Kaffee √
Woche 3: Kein Twitter √
Woche 4: Kein Alkohol √

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3 Gedanken zu “4. Woche meiner Challenge – kein Alkohol

    1. Hallo Nadine,
      lustig, dass du das fragst. Ich habe gerade 4 Wochen ohne hinter mir. Im Großen und Ganzen ging das ganz problemlos. Eigentlich wollte ich darüber auch bloggen, aber weil es nicht viel zu berichten gibt, werde ich wohl verzichten.
      Was mir allerdings auffällt: es wird viel getrunken. In fast jedem Spielfilm, bei jeder Einladung. Alkohol scheint so selbstverständlich zu sein wie atmen. Zumindest wenn es um Geselligkeit geht.

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