Der Abend, das Walken, mein Handy und ich

die neuen Walking-Schuhe
Die neuen Walking-Schuhe

Ihr kennt diese guten Vorsätze (in der Regel am Anfang eines neuen Jahres getroffen): mehr Sport, weniger Rauchen, gesünder Essen …. Meistens halten diese Vorsätze nur kurze Zeit an und man verfällt wieder in den alten Trott. Warum ist das so?

Das kann verschiedene Gründe haben.

Das eine ist die Gewohnheit. Verhaltensforscher sagen, dass man Angewohnheiten meistens erst dann behält, wenn man sie mindestens 20 bis 30 mal gemacht hat. Und oft wird schon vorher das Handtuch geschmissen. Sie hat sich dann nicht gefestigt, nicht eingeschliffen und schon ist es vorbei.

Ein weiterer Grund könnte sein, dass man sich unrealistische Ziele gesteckt hat: „Ab sofort werde ich dreimal die Woche Sport machen / keine Süßigkeiten essen ….“ (ersetze mit beliebigem Irrsinn). Wenn die gewünschten Handlungsweisen nicht in unseren Alltag passen oder schlicht nicht einzuhalten sind, wird dann oft der ganze Vorsatz über den Haufen geschmissen. Und es passiert gar nichts mehr.

Es kann aber auch schlicht sein, dass man (noch) nicht das Richtige gefunden hat. Ich habe die Erfahrung beim Sport gemacht. Ich habe diverse Kurse belegt, bin mit der Freundin joggen gegangen … aber nach einiger Zeit (sehr gefährlich auch immer dann, wenn es nur 10er Karten gibt) hat man dann doch keine Lust mehr. Oder – wie man so schön sagt: „keine Zeit“.

Aber! Wenn man dann etwas gefunden hat, was einem richtig Spaß macht, dann bleibt man auch gerne dabei. So wie ich seit zwei Jahren regelmäßig Hulahoop mache (weil es mir einfach irrsinnig Spaß macht und ich bei jedem Training etwas neues lerne) habe ich letztes Jahr das Walken für mich entdeckt.

Der Segen der Technik

Alles begann damit, dass mein Mann und ich beschlossen hatten, abends – nach dem Essen – zusammen eine Runde um den Block zu gehen. Technikvernarrt wie wir sind, installierten wir diverse Apps auf unseren Handys um festzustellen, wieviel km wir denn dann so gehen.
Das verrückte an diesen Apps ist: da wird der Ehrgeiz geweckt 🙂 Gestern vier km? Dann heute noch zwei Straßen mehr mitnehmen. Dazu kommt, dass es die Software, die ich nutze (runtastic) möglich macht, von anderen angefeuert zu werden. Das macht dann einfach Spaß, wenn ich am Gehen bin und aus dem Handy schallt plötzlich ein „Go! Go! Go!“. Ich schwöre: es schleicht sich jedes Mal ein Lächeln in mein Gesicht. Zuhause kann ich mir dann die zurückgelegte Strecke anschauen, die durchschnittliche Geschwindigkeit, meine bisherigen Leistungen. Und wenn dann (wie z. B. im Moment für den Januar) dort steht: 19 Aktivitäten, 36 km, 7 Stunden 40 Minuten) erfüllt es mich mit Stolz. Ich blicke auf den Kalender und sehe jede Menge Spaß. Da sind sie, die Minuten, die ich mit meinem Körper verbracht habe, meist auch draußen in der Natur, in denen ich happy war.

Meine bisherige Januar-Statistik
Meine bisherige Januar-Statistik

Als Belohnung habe ich mir nun gute Sportkleidung gegönnt. Sie unterstützt mich indem sie z. B. verhindert, dass ich auskühle, zu sehr schwitze …. und sie sieht einfach auch klasse aus, so wie meinen neuen Schuhe 🙂

Mein Gewinn

Das abendliche Walken (oder in Deutsch: sehr schnelles Spazierengehen) bringt mir sehr viel. Ich komme raus aus der Bude (weg vom PC). Na gut, das Handy ist dabei, aber ich schaue nicht drauf *g*
Ich verbringe Zeit mit meinem Mann. An manchen Abenden unterhalten wir uns über den Tag, an manchen Tagen gehen wir fast schweigend durch die dunkle Welt (ich hoffe auf den Sommer, wenn es abends länger hell ist).
Ich merke meinem Körper an, wie gut er sich danach fühlt. Dass er straffer wird, besser durchblutet. Ich spüre ihn. Und das einfach nur durch Spazierengehen. Ich rede nicht von Joggen, Rennen oder ähnlichem. Vielleicht laufe ich auch irgendwann, aber im Moment genügt mir das Walken und – wie ihr oben in der Grafik seht – natürlich Hulahoop und seit einer Woche Sit-ups.

Und sehr schnell habe ich deshalb festgestellt, dass mir etwas fehlt, wenn ich NICHT gehe. Nun wisst ihr genauso gut wie ich, dass Termine oder Arbeit manchmal dazwischen kommen. Oder dass man gelegentlich auch einfach nur Lust auf einen Fernsehabend hat. Aber das ist o.k. Ich weiß dann: morgen kann ich wieder gehen. Und freue mich schon darauf. In der Zwischenzeit schaue ich bei runtastic rein, feuere den einen oder die andere an und fühle mich als Mitglied einer „bewegten“ Gemeinschaft.

Ich wünsche Euch, dass Ihr auch etwas findet, bei dem nicht der Kopf sagt: ich müsste mal dringend wieder etwas machen, sondern etwas, in dem ihr aufgeht, bei dem Euer Herz singt (mein Lieblingsthema *g*). Und falls Ihr auch bei runtastic seid: ihr findet mich hier: www.runtastic.com/de/benutzer/margit-hoop/

Achso: mein Vorsatz für das Jahr 2013 hat übrigens nichts mit Gesundheit zu tun: Ich habe beschlossen, alle Dokumente nicht mehr einfach auf dem Schreibtisch abladen, der letztes Jahr sehr am Ächzen war (und ich dann am Ende des Jahres bei der Ablage) sondern direkt nach Eintreffen in den jeweiligen Ordner abheften 🙂 Noch bin ich dabei *g*

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4 Gedanken zu “Der Abend, das Walken, mein Handy und ich

  1. Runtastic ist wirkliche eine schöne Motivations-App. Hab deinen Blogpost zum Anlass genommen mal nachzuschauen. 950 km habe ich im letzten Jahr laufend, gehend oder wandernd zurückgelegt.

    Was ich gar nicht mag sind die Anfeuerungsrufe. U.a. weil es doch recht peinlich wenn man im Wald jemand begegnet und unvermittelt ein Go Go Go erschallt. Zudem erschrecke ich dann immer. Aber man muss es ja nicht einschalten :-).

    Dir ein erfolgreiches Sport Jahr. Wenn ich das nächste Mal entdecke, dass du gerade unterwegs bist werde ich dich natürlich gerne anfeuern :-).

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