Auge in Auge mit dem Buddha. Zu Besuch im Buddha-Museum

Das Buddha-Museum in Traben Trarbach
Das Buddha-Museum in Traben Trarbach

Im malerischen Traben-Trarbach an der Mosel befindet sich ein Buddha-Museum. Wer hätte das gedacht? Direkt vor den Augen der überwiegend evangelischen Bevölkerung und den unzähligen Touristenströmen steht direkt an der Mosel eine alte Weinkellerei, die das Museum beherbergt. Meine Nachbarin und ich waren vor kurzem an einem sonnigen Samstag dort zu Besuch und haben einen wundervollen Vormittag im Museum verbracht.

Insgesamt sind es ca. 1.800 Figuren, die man betrachten kann. Das ganze ist sehr hell und freundlich gehalten – so freundlich wie auch die meisten Buddhas dreinblicken. Am Empfang wurden wir sehr zuvorkommend behandelt und durften sowohl unser Gepäck mit hineinnehmen als auch Fotos machen; für ein Museum sehr ungewöhnlich.

Der Dachgarten mit Springbrunnen und Blick ins Moseltal
Der Dachgarten mit Springbrunnen und Blick ins Moseltal

Die vielen Figuren verteilen sich auf mehrere Etagen, inklusive Innenhof und einem malerischen Dachgarten. Leider war es für ein Picknick im Dachgartenpavillon schon zu kalt. Im Museum läuft dezent meditative Hintergrundmusik und im Empfangsfoyer kann man sich auch mal gemütlich hinsetzen und eine Tasse Kaffee trinken.

Es gibt sehr viele Erklärungen zu den Buddhas, den Handhaltungen (Mudras) und dem Buddhismus allgemein. Mich persönlich sprechen diese Figuren sehr an, weil sie so was Humorvolles, Warmes vermitteln. Sehr viele Figuren sind weiblich, weich und verspielt (meine Lieblingsfigur trägt z. B. einen blauen Blümchenrock).

Buddha im blauen Blümchenrock
Ganz eindeutig meine Lieblingsfigur (wegen des Blümchenrocks)

Anders als bei den Katholiken, wo zwar die  Wiederauferstehung gefeiert wird, in den Kirchen jedoch ein leidender Christus am Kreuz zu sehen ist, findet sich bei den Buddhas Offenheit, Klarheit, ein In-sich-Ruhen.  Bei manch einem verschmitzt lächelnden Buddha schleicht sich mir selbst ein Lächeln ins Gesicht.

Manche Figuren ziehen mich magisch an – während andere mich ehr abschrecken. So z.B. die Elefantenbuddhas (Ganesha), mit denen ich nicht viel anfangen kann, weshalb ich davon auch kein Foto gemacht habe. Im Grunde genommen fehlt eigentlich nur noch ein Meditationsraum. Zwar hat man  immer wieder die Möglichkeit, sich zu setzen und die Vielzahl auf sich wirken zu lassen, aber einen Raum der Stille, wo man nicht durch vorbeilaufende Menschen gestört wird, wäre das Tüpfelchen auf dem i. Insgesamt ein empfehlenswertes Ausflugsziel.

Hier meine aufgenommenen Bilder (ein herzliches Dankeschön an das Museum, welches es mir erlaubt, sie hier im Blog zu veröffentlichen).

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Weiterführende Informationen und ein kurzes Video findet sich auf der Museumsseite: www.buddha-museum.de

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2 Gedanken zu “Auge in Auge mit dem Buddha. Zu Besuch im Buddha-Museum

  1. Sehr schöner Bericht, damit gewinne ich einen sehr guten Eindruck von dem Museum!
    Ich sehe auch in vielen Buddha-Statuen ein Lächeln im Gesicht und verziehe dabei automatisch selbst meine Mundwinkel zu einem Lächeln 🙂
    Dankeschön!

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