Ene mene muh – und raus bis du. Von der Freude des Wegwerfens

Was davon nutze ich wirklich?
Was davon nutze ich wirklich?

Vor einigen Jahren bin ich auf eine Fotoreportage gestoßen (ich glaube es war in der Geo), in der Familien ihr gesamtes Hab und Gut auf der Straße ausgebreitet hatten. Das ganze wurde dann von oben aus der Luft  fotografiert. Damals nahm ich belustigt zur Kenntnis, dass die Amerikaner am meisten Besitz angesammelt hatten und es bedrückte mich, eine afrikanische Familie mit ihrem kaum-eine-Kiste-füllenden Besitz zu sehen.

Aber wie so oft: Man schaut nur im Außen und nicht bei sich Selbst. Bis ich vor kurzem einen Tee aus meinem Küchenschrank nehmen wollte und mir die Packung daneben ins Auge fiel. Das MHD enthüllte dann auch recht schnell: Abgelaufen 2008. Ich nahm noch einige andere Tees in die Hand: das Gleiche. Ich ging kurz in mich und fragte mich: „Welchen Tee trinkst du eigentlich wirklich noch?
Das Ergebnis: Bis auf vier Sorten flog alles weg. In den Müll oder in liebevolle andere Hände (natürlich nur die nicht-abgelaufenen :-))
Das war der Anfang. Kurz darauf packte mich die Lust aufs Entrümpeln endgültig. Und seitdem ist meine Wohnung nicht mehr sicher.
Was mit Tee anfing, ging im Wohnzimmer, im Kleiderschrank und im Badezimmer weiter. Und es hat noch lange kein Ende gefunden.

Ich möchte euch hier ein paar Gedankenanstöße geben. Vielleicht hat ja auch einer von Euch Lust, sich von Ballast zu befreien. Nun überlege:

Wohnzimmer

  • Welche CDs hast du seit Jahren nicht gehört?
  • Welches Buch wirst du nicht mehr in die Hand nehmen?
  • Wie viel Deko hat sich auf oder in den Schränken angesammelt?
  • Sammelst du auch Kerzen, Kerzenständer und ähnliches?

-> weg damit 🙂

Kleiderschrank/ Schuhregal

  • Was hast du in den letzten 12 Monaten nicht getragen?
  • Was gefällt dir nicht mehr?
  • Was ist verwaschen, verfärbt, kaputt?
  • Was hebst du noch auf, weil du hoffst, dass du irgendwann wieder reinpasst?

-> weg damit 🙂

(Ich habe mal irgendwo gelesen, dass man in 80% der Zeit 20% seines Kleiderschrankinhaltes trägt. Also weg mit den 80% nicht genutzten Klamotten)

Badezimmer

  • Wie alt sind die Wimperntusche, die Sonnencreme, der Lippenstift?
  • Wie viele Pröbchen fliegen herum?
  • Welches Parfum benutzt du nicht mehr?
  • Wie viele Haarspangen, Bürsten, Kämme benutzt du nie?
  • Welche Handtücher haben vom vielen Waschen keine Farbe mehr oder sogar Löcher?

-> weg damit 🙂

Küche

  • Was „lebt“ schon länger, als es sollte? (und ich rede nicht von wenigen Tagen über das MHD sondern von Jahren)
  • Welches Küchengerät benutzt du nie?
  • Welche Tassen/ Becher stehen das ganze Jahr ungenutzt im Schrank?
  • Welche Schüsseln kommen nur einmal im Jahr auf den Tisch?
  • Welches Kochbuch hast du seit Jahren nicht mehr in die Hand genommen?

-> weg damit 🙂

Kinderzimmer

Ein heikles Thema. Zumal wenn die Kinder, wie meine, schon im Teenageralter sind. Da kann ich nur hoffen, dass meine Luft- und Leichtigkeitsaktion abfärbt 🙂

Speicher, Garage, Keller, Abstellkammer

Hier könnte ich Seiten füllen. Von reparaturbedürftigen Geräten, über nicht genutzte Weihnachtsdeko, Ausrangiertes, nicht genutzte Fahrräder …..

weg damit 🙂

Nun, bist du in Gedanken beim Lesen gerade deine Wohnung durchgegangen? Hast du nun auch Lust, dich zu befreien? Mehr Leichtigkeit, Platz, offene Flächen in dein Leben zu bringen? Es würde mich freuen, wenn du mir berichtest. Vielleicht auch, warum du dich nicht trennen willst oder kannst. Ich bin gespannt.

Nachtrag

Ganz vergessen habe ich noch einen Bereich:

Computer

  • Wie viele Emails sind älter als sechs Monate? Welche davon brauchst du wirklich noch?
  • Fotos: Du hast Situationen, ein Objekt zigfach fotografiert? Welches Bild davon lohnt sich wirklich aufzuheben?
  • Alte Word-Dokumente (Kündigungen, andere Briefe) die du nicht mehr brauchst.

Auch hier lohnt sich ein Wegwerfen 🙂

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3 Gedanken zu “Ene mene muh – und raus bis du. Von der Freude des Wegwerfens

  1. Schöner Ansatz – schönes Posting, danke schön! 😉
    Ja, wir Menschen werden möglicherweise in der kommenden Zeit auf vielfältigen Ebenen die Erfahrung machen, das „weniger“ „Mehr“ ist,
    und das Neues kommen kann, wenn Altes bewusst abgegeben wird.

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