Zeit der Dankbarkeit

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Das Geheimnis einer wundervollen Partnerschaft

Um es vorweg zu schicken: dieser Blogbeitrag enthält kein Patentrezept für eine erfüllende und glückliche Partnerschaft. Sondern ich frage EUCH, möchte von Euch wissen: Was macht Eure Partnerschaft glücklich? Was hält sie am Leben?
Oder auch: Was hat eurer gescheiterten Partnerschaft gefehlt? Weshalb ging sie auseinander?

Unterwegs an der Mosel

Unterwegs an der Mosel

Wie komme ich darauf?

Vor kurzem hatte ich Besuch von einem alten Freund, dessen Ehe nach 10 Jahren Knall auf Fall auseinander gegangen ist. Im Laufe des Gesprächs fiel dann die Aussage: “Naja, nach 10 Jahren ist halt vieles eingespielt. Da ist kein Herzklopfen mehr.”
Als ich dann lachend widersprach mit dem Hinweis, dass ich nach 12 Jahren Partnerschaft sehr wohl gelegentlich Schmetterlinge im Bauch habe, Herzklopfen oder ein plötzliches, tiefes Sehnen nach meinem Mann am helllichten Tag auf der Arbeit, wollte mein Gesprächspartner dann natürlich wissen, wie wir unsere Ehe so lebendig halten.

Leider hatte ich darauf keine wirkliche Antwort. Kein Patentrezept. Eine Freundin von mir beichtete mir letzte Woche, sie wünsche sich einen Partner, der die gleichen Hobbys wie sie habe. So nach dem Motto: “Gleich und gleich gesellt sich gern.”
Tatsächlich ist es so, dass mein Mann und ich gar nicht sehr viel gemeinsam haben.
Wir hören unterschiedliche Musik.
Er fährt Motorrad, ich mache Hulahoop.
Er zockt an der Xbox, ich meditiere.
Er liebt Peng-Peng-Filme, ich reise mit Star Trek-Filmen durch das Weltall.
Ich bin Frühaufsteher, er schläft gerne lang.

Was verbindet uns?

Uns verbinden ein tiefes Grundvertrauen und Akzeptanz. Jeder von uns darf seinen Hobbys nachgehen und keiner macht sich über diese lustig. Ich mag es, wenn mein Mann mit dem Motorrad unterwegs ist. In dieser Zeit kann ich meinen Hobbys nachgehen oder einfach nur abhängen. Zurück kommt dann in der Regel ein gut gelaunter Mann mit leuchtenden Augen, der entspannt ist und Zeit für mich hat.

Blumen an der Mosel

Virtueller Blumenstrauß – von meinem Mann per Whatsapp an mich geschickt

Wir haben aus der Not (anständig Essen zu wollen) eine Tugend gemacht und kochen jeden Abend zusammen. Das läuft – ich gebe es zu – nicht immer konfliktfrei ab, aber es ist ein schöner Tagesausklang, wenn wir gemeinsam in der Küche stehen, Gemüse schnippeln und uns erzählen, wie der Tag so war. So gesehen würde ich es nicht als Hobby bezeichnen, aber es ist etwas, was wir mal mehr, mal weniger gerne machen, aber fast immer zu zweit.

Als echtes gemeinsames Hobby haben wir das Walking. Oft drehen wir abends nach dem Essen noch eine kleine Runde (eine Stunde). Bei schnellem Gehtempo lassen wir die Verspannungen des Tages hinter uns und bringen frischen Wind in unsere Gedanken. Uns bleibt auch noch genügend Luft, um uns zu unterhalten, zu scherzen oder die Natur zu genießen.
Gelegentlich wandern wir dann am Wochenende größere Runden (12 bis 22 km). Zugegebenermaßen im Sommer etwas öfter als im Winter :-)

Das Geheimnis?

Nun, worin besteht dann unser Geheimnis? Ich weiß es schlicht nicht. Was ich für mich auf jeden Fall sagen kann: Ich sorge selbst so gut für mich, dass mein Mann dann das Sahnehäubchen auf meinem Leben ist. Ich würde ohne ihn nicht “verhungern”. Aber ich genieße dieses “Extra”, das er für mich ist. Ich wache morgens auf, schaue nach links und denke nur “Ja, den würde ich sofort wieder heiraten!” :-)

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir als Kommentar eure Meinungen zur Partnerschaftspflege schreibt. Wie haltet ihr eure Partnerschaft lange und gesund am Leben? Ich freue mich auf Eure Antworten. Vielleicht kann ich meinem alten Freund noch ein paar gute Hinweise von Euch weitergeben.

Nicht den Kopf verlieren

Es gibt Momente, in denen andere Menschen dich mächtig aufrütteln und du deine Geduld verlierst.

Über sie stolpern viele: Kollegen, Kinder, Ehepartner, andere Autofahrer, lästige Menschen in der  U-Bahn. Sie können dich aufregen, sie verärgern dich.

Und das kann dir den ganzen Tag verderben. Du presst die Zähne zusammen, du führst innerlich Diskussionen, oder noch schlimmer, Du rastest aus. Und dann fühlst du dich einfach nur mies.

Wie können wir Geduld lernen?

Ich muss zugeben, dass ich kein Heiliger bin. Genau wie alle anderen, ärgere ich mich, und ich sage dann Dinge in einem nicht-sehr-freundlichen Ton. Aber ich lerne.

Das folgende Vorgehen hilft mir dabei:

Zuerst lerne ich, die Gefühle, die plötzlich wie aus dem Nichts auftauchen, bewusst wahrzunehmen. Ich akzeptiere, dass diese Emotionen völlig in Ordnung sind. Und ich beobachte sie, ohne zu agieren. Ich spreche zu diesen Gefühlen, wie zu einem kleinen Kind: “Es ist OK, verrückt zu sein, aber atme. Aber rede erst mit der anderen Person, nachdem du dich beruhigt hast, über das Problem.”

Und dann atme ich.

Ich erinnere mich an meine Gefühle als Kind: Menschen sind einfach unterschiedlich, und das ist gut so. Feiern wir die Menschheit mit all ihren herrlichen Arten. Wenn Menschen zusammen leben und arbeiten gibt es Reibung, und das ist ein Teil der Mischung, die das Menschsein ausmacht.

Ich erinnere mich: Das Leben ist zu kurz, um meine Zeit mit Irritation und Wut zu verschwenden. Ich lasse nicht die Probleme anderer Leute zu meinen eigenen werden.

Und dann bin ich dankbar. Dankbarkeit löst alle Probleme. Ich bin dankbar dafür, dass dieser Freund, dieser Fremde in mein Leben getreten ist, und ich bin dankbar für die Chance, dies zu erleben. Dankbar für das  unglaubliche Leben, das ich habe.

Und nachdem ich mich beruhigt habe, spreche ich mit der anderen Person. Ich antworte mit Liebe. Oft glätten sich die rauen Kanten des Anderen und die Dinge laufen besser.

Geduld ist keine einfache Sache, aber die Alternative ist viel schlimmer. Die Liebe wird siegen, wenn du es zulässt.

Autor: Leo Babauta

Diesen Text fand ich bei www.zenhabits.net. Es lohnt sich, seinen Newsletter (allerdings in Englisch) zu abonnieren.

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Fingerspiele am Geburtstag

  • EIN Mensch ist mir der liebste auf der Welt: mein Mann.
  • Ich habe ZWEI Kinder. Sie sind sicher der Grund, warum ich auf die Welt gekommen bin.
  • Auf DREI Dinge stütze ich mich gerne: Glaube  – Liebe – Hoffnung.
  • Ich kann in VIER Himmelsrichtungen sehen und dabei immer etwas Wunderbares finden.
  • An einem FÜNFTEN bin ich geboren. Und es war Faschingssonntag.
  • Um SECHS Uhr geht morgens mein Wecker. Der Start in einen neuen Tag: da mach ich was draus.
  • SIEBEN war schon immer meine Lieblingszahl.
  • ACHTsamkeit ist Hauptbestandteil meines Lebens.
  • Ich war mal EinsNEUNundsechzig. Nun bin ich zwar einen cm kleiner, aber meine innere Größe bleibt davon unberührt.
  • Ich lache mindestens ZEHN mal am Tag.
  • In mir steckt gelegentlich eine ELFjährige, die einfach nur Spaß haben will.
  • ZWÖLF Monate hat das Jahr. Und jeder davon ist etwas ganz Besonderes, so wie dieser.

Woran merkst du, dass du jemanden liebst? Spürst du Herzklopfen? Ein Sehnen? Was machst du oder lässt du aus Liebe? Wie zeigt sich für dich Liebe?

Hochzeitsfoto

Glück zum Anlehnen

Für mich ist es Liebe, wenn

  • ich Schmetterlinge im Magen spüre, wenn ich den Klang seines Motorrads höre
  • er der erste Mensch ist, den ich anrufen will, um eine Neuigkeit zu erzählen
  • ich bereit bin, bei geschlossenen Rollläden zu schlafen, da er bei Licht kein Auge zumachen kann
  • der schönste Augenblick am Nachmittag der ist, wenn er nach Hause kommt und mich umarmt
  • ich mich in der Menge umschaue und feststelle: genau den würde ich aus der ganzen Masse wieder wählen
  • und vor allem: Liebe ist, wenn man nach 9 Jahren bereit ist, sich das Ja-Wort zu geben :-)

Diese Liste ist hier natürlich viel kürzer, als im wirklichen Leben. Ich bin neugierig:  Wo zeigt sich für dich die Liebe?

Meine Oma

So behalte ich dich in Erinnerung - als lustige "Berliner Schnauze"

Liebe Oma,

97 Jahre bist du nun alt. Du hast genug des Lebens – und sie lassen dich immer noch nicht gehen. Noch vor einem Jahr warst du lebendig, lustig. Ich hatte dich länger nicht besucht und als ich dich begrüßte, fuhrst du mich im schönsten Berliner Dialekt an “Wer sind Sie denn? Ich kenne Sie gar nicht!” Erst als ich dein Grinsen sah, merkte ich, dass du mich auf den Arm genommen hattest :-)

Du hast in deinem Leben viel erlebt. Geboren im ersten Weltkrieg. Ausgebombt im zweiten. Mit Säugling in den Armen und einem Mann in der Fremde wurde dein Haus von heute auf morgen dem Erdboden gleich gemacht. Ihr habt nach Opas Rückkehr beide bei Null angefangen – und euch nie darüber beklagt. Auch als Opa an eurem 65. Hochzeitstag beerdigt wurde, hast du es mit Fassung ertragen.

Jetzt liegst du seit einem Jahr im Pflegeheim und öffnest fast nicht mehr die Augen.”Du brauchst sie nicht zu besuchen, sie bekommt sowieso nichts mehr mir”, sagt man mir.
Alle wissen: du willst eigentlich gehen. Abschied nehmen von diesem Leben. Aber mit künstlicher Ernährung hält man dich hier auf der Erde fest. Dein Körper, gestärkt durch eine gesunde Lebensweise, ist noch fit. Ihr hattet nie ein Auto, habt alles zu Fuß erledigt. Du kanntest keine Spaghetti Bolognese. Bei Euch gab es Eintopf und eingelegtes Obst, gekochte Möhren, Bohnen …

Als Kind habe ich immer fasziniert eure Vorräte bestaunt. Wer braucht 10 Tuben Zahnpasta? 20 Gläser eingelegte Mirabellen? Stapel von Toilettenpapier? Heute weiß ich: Nach solch entbehrungsreichen Zeiten wie den beiden Kriegen verständlich, dass ihr nie wieder hungern oder Not leiden wolltet.

Erinnerungen

Mir bleiben Erinnerungen aus der Kindheit, wenn ich meine Ferien bei Euch verbrachte.
Ihr hattet kein Bad in der Wohnung. Es gab eine Gemeinschaftstoilette auf halber Höhe im Treppenhaus. Abends habe ich mit den Füßen in der Küchenspüle gesessen und du hast mich gewaschen. Tagsüber sind wir losgezogen – zum nächsten Spielplatz. Auf dem Weg dorthin sind wir an der Bäckerei vorbei und du hast jedem ein Baiser gekauft. Zu trinken gab es TriTop. Du hattest alle Zeit der Welt und bliebst mit uns ewig auf dem Spielplatz.
Abends wurde dann die große Leinwand rausgeholt und wir konnten Dias bewundern. Von uns, von eurem letzten Urlaub, von Familienfeiern. Dazu gab es immer Eis mit Schokosoße für die Kinder und Berliner Weiße mit Schuss für die Erwachsenen. Und an manchen Tagen durfte ich das Eierlikörgläschen mit den Fingern säubern :-)
Bei dir habe ich Häkeln und Stricken gelernt – und Sprüche wie “Du bist wie Zucker – süß und raffiniert.”

Ich weiß nicht, ob du zur Zeit in Erinnerungen lebst. Wenn ja, hoffe ich, dass es die schönen sind, die vor deinen Augen vorbeiziehen. Vielleicht tröstet es dich: Wenn ich in den Spiegel sehe, sehe ich beim genauen Hinschauen auch immer Dich. Schon als Säugling sagte man mir nach, ich sähe dir ähnlich.
Und wenn ich nächste Woche als Braut vor dem Traualtar stehe, werde ich dich in meine Gebete mir einschließen. Wenn du dann irgendwann gehst, wird ein Teil von dir in mir weiterleben. Danke für Alles!

Meinen Oma und ich - im letzten Jahr

Wir zwei verstehen uns

“Liebesbrief an mich selbst? – Das könnte ich nie.” – Ist dir vielleicht spontan dieser Satz durch den Kopf gegangen, als du die Überschrift gelesen hast?
Dann lade ich dich auf ein kleines Experiment ein: Stell dir einmal vor, du würdest dich von außen mit den Augen der Liebe betrachten. Was würdest du sehen? Wer bist du wirklich? Was macht dich so liebenswert?

Ich weiß, dass du jetzt vielleicht denkst: “Andersrum wäre es einfacher. Eine Kritikliste hätte ich aus dem Effeff geschrieben.”
Nun, dann ist es vielleicht einmal Zeit, dir deine positiven Eigenschaften in Erinnerung zu rufen :-) Und glaube mir, du hast jede Menge Positives, viel Bewundernswertes an Dir. Viel Attraktives.

Du bist liebenswert

Woher ich das weiß? Nun: zum Einen steckt hinter jeder noch so scheinbar ungemütlichen Fassade ein Mensch, den man einfach nur lieben kann. Ein unschuldiges, liebenswertes Wesen.
Zum anderen hast du doch sicherlich Freunde, Eltern, Kinder, einen Partner/ eine Partnerin, die gerne mit dier zusammen sind, oder? Nun, dann hast du auch jede Menge positiver Eigenschaften, die andere Menschen anscheinend auch sehen – nur du vielleicht nicht?

Also dann los. Nimm dir ein weißes (oder auch ein buntes) Blatt Papier und eine Viertelstunde Zeit nur für dich und deine Gedanken. Brich nicht ab, wenn in den ersten Minuten nichts auf dem Papier erscheint. Höre deinen Gedanken zu. Ich bin mir sicher: tief in dir drinnen weißt du um das Schöne an und in dir. Und wer weiß, vielleicht musst du nach einiger Zeit das Blatt sogar wenden, weil es bereits gefüllt ist? Das wäre doch wirklich toll :-)

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Vor kurzem bin ich (dank Twitter) auf eine Aktion gestoßen, die so richtig mein Herz erfreut. Auf der Seite haascore.de werden verschiedene Abreißzettel zum download angeboten.

Welchen Zettel würdest du nehmen?

Was ist das besondere an den Zetteln? Nun, diese Zettel verkaufen nichts, sondern sie verschenken. Sie verschenken ein Lächeln, Zeit oder Sorgenfreiheit.  Es gibt drei verschiedene:

  • Nimm ein Lächeln – auf dem Fähnchen steht dann: Just a smile
  • Keine Angst: Alles wird gut
  • Nimm dir Zeit:- 10 Minuten/20 Minuten frei etc.

Mit Tesafilm und an die 40 Zetteln bewaffnet, habe ich diese in Trier und Umgebung verteilt. Manche waren schon am  nächsten Tag komplett verschwunden. Ob weggeschmissen oder mitgenommen werde ich nie erfahren.
Wiederum andere (z. B. der vor der Grundschule) hatten schon am nächsten Tag kein Abreißfähnchen mehr dran. Alles ab. Es war der Zettel “Keine Angst – alles wird gut” :-)

Keine Angst - Alles wird gut

Meine Nachbarin erzählte, ihre Tochter hätte auf dem Nachhauseweg gleich zwei Fähnchen abgerissen: ” … einen für mich und einen für Papa. Da war das Gespräch mit Papa am Abend gar nicht mehr so schlimm wie ich dachte.”

Auf der Arbeit (wo ich die Zettel auch verteilt hatte) fand ich dann vor kurzem ein handschriftliches Dankeschön vermerkt. So kam der Dank ganz unerwartet zu mir zurück.

Danke!

Und wenn du jetzt auch Lust hast, Zettel zu verteilen, dann findest du hier den Download-Link zu den PDFs.


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